Zwei grosse Artikel zur Rechtschreibreform
Beachten Sie bitte die Bildungsbeilage der NZZ vom 28. September 20041) Was steckt hinter der behaupteten Fehlerverminderung?
Das schreibt die schweizerische Bundeskanzlei
Eine Untersuchung aus Österreich zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler nach einer Umgewöhnungsphase mit der neuen Orthografie durchschnittlich 13 Prozent weniger Fehler machen als mit der alten, bei der Zeichensetzung sogar nur noch halb so viele.
Jörg Baumberger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, hat versucht, diese Untersuchung aufzutreiben. Er hat etwas gefunden.
2) Ein paar Tatsachen im Gewirr öffentlicher Meinungen
Die Regeln von 1996 sind in diesem Juni in wesentlichen Bereichen geändert worden. Jetzt sind alle Darstellungen der neuen Orthographie in wesentlichen Punkten überholt oder unvollständig.
Nach den neuen Regeln kann nicht rekursfest korrigiert werden.
Die Neuregelung hat keine juristische und politische Grundlage.
Stefan Stirnemann, Mitglied der Forschungsgruppe Deutsche Sprache, hat ganz neue Lehrmittel untersucht, die unvermutet nicht mehr ganz neu genug sind.
Auch die Anfang Oktober erscheinenden Mitteilungen 3-4/2004 des Vereins Sprachkreis Deutsch greifen die Sache auf. (pd)
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